Kompaktwissen: Alle Begriffe, die Sie rund um elektronische Kataloge kennen sollten!

Was ist OCI, PunchOut, EDI, eProcurement, statischer Katalog, cXML, …?

 

Wir erklären Ihnen alles zur effiziente Beschaffung durch die Anbindung von Lieferantenkatalogen. Arten von Katalogen schnell erklärt & Einsatzmöglichkeiten und Fachbegriffe verstehen.

 

Was ist EDI?

EDI bedeutet Electronic Data Interchange und ist der Austausch von elektronischen Geschäftsdokumenten in Echtzeit. Ziel einer EDI-Anbindung ist es Prozesse zu automatisieren und manuelle Abläufe zu vermeiden. Mehr Informationen zu EDI-Lösungen.

 

Was ist eProcurement?

eProcurement ist die elektronische Beschaffung von Produkten & Dienstleistungen im B2B. Die eBusiness-Lösungen von Steyr-Werner sind eProcurement-Lösungen. Detaillierter Artikel zu um Thema eProcurement.

 

Was ist eine eProcurement Plattform?

eProcurement-Plattformen (auch Beschaffungsplattformen und B2B Einkaufsplattformen genannt) sind meist cloudbasierte Handelsplattformen, die eine einfache Abstimmung zwischen Lieferanten, Einkäufern und Anwendern ermöglichen. Bekannte Plattformen sind z.B. Ariba, DIG, Newtron. Mehr Infos zu eProcurement Plattformen.

 

Arten von elektronischen Katalogen

Was ist ein elektronischer Katalog?

Ein elektronischer Katalog ist ein digitales Verzeichnis von Produkten in einem von Ihnen definierten Format und Inhalt (z.B. Preise, Produktbeschreibungen, Klassifizierungen). Es gibt grundsätzlich zwei Arten von elektronischen Katalogen.

Statische elektronische Kataloge

Statische elektronische Kataloge sind Dokumente mit Produkt- und Preisinformationen (z.B. Name, Artikelbeschreibung, Preis) die den Kunden zur Verfügung gestellt werden.

Die Katalogdaten werden dann in das Beschaffungssystem des Kunden geladen, so dass sie direkt von definierten Benutzern in der Beschaffungslösung verwendet werden können. Statische elektronische Kataloge erfordern einen hohen manuellen Aufwand bei deren Wartung. Die Katalogdaten aktualisieren sich nicht automatisch und müssen daher regelmäßig bei Änderungen und Anpassungen aktualisiert und von Einkäufern geprüft und freigegeben werden. Z.B. Sortimentserweiterungen, Preisänderungen, … Statische Kataloge werden auch gehostete Kataloge genannt. Das sind auf einem Speicherplatz abgelegter Katalog, auf den Benutzer über Internet zugreifen können.

Für die Übertragung von statischen Katalogen gibt es Standardformate. Z.B. BMEcat oder das von SAP Ariba entwickelte CIF-Format.

 

Dynamische elektronische Kataloge/ OCI-Kataloge/ PunchOut-Kataloge

Der Steyr-Werner Online Shop ist ein dynamischer elektronischer Katalog. "Dynamisch" deshalb, weil sich Sortiment, Verfügbarkeit und Preise sich regelmäßig aktualisieren. Der Steyr-Werner Online Shop kann in die Beschaffungssysteme von Kunden integriert werden. Dabei wird das OCI-Format oder das SAP Ariba-spezifische cXML-Format verwendet. Alle eBusiness Standardformate im Überblick hier.

 

So funktioniert der Bestellprozess bei einer OCI-Anbindung

Bei diesem Vorgang, auch PunchOut genannt, verlässt der Kunde das eigene Beschaffungssystem (meist das ERP-System) und wechselt in den extern angebundenen Katalog von Steyr-Werner. Der Steyr-Werner Online Shop öffnet sich in einem neuen Browserfenster. Beim technischen Absprung in diesen PunchOut-Katalog werden Übergabeparameter zum Online Shop-Log-in und Benutzerinformationen übermittelt. Dem einzelnen Benutzer werden so das definierte Sortiment und kundenspezifische Einkaufskonditionen angezeigt.

PunchOut Verfahren

PunchOut-Verfahren

Nachdem der Kunde in den angebundenen Katalog von Steyr-Werner gewechselt ist, kann er nach Artikeln suchen und diese seinem Warenkorb hinzufügen. Dabei stehen dem Kunden alle Funktionen des Steyr-Werner Online Shops zur Verfügung wie Suche, Favoritenlisten und Artikel in den Warenkorb legen. Das praktische an einem PunchOut-Katalog ist, dass das ERP-System des Kunden die Produktdaten von Steyr-Werner im Vorfeld nicht kennen muss. Sie müssen nicht im Artikelstamm des ERP-Systems des Kunden im Vorfeld angelegt werden.

Erst wenn der Kunde konkrete Artikel ausgewählt und in den Warenkorb gelegt hat, werden die Artikeldaten übertragen und landen direkt im Beschaffungssystem des Kunden. Der Benutzer kann nach nochmaliger Prüfung die Bestellung auslösen. Man spricht hier auch von einem Warenkorbexport oder OCI-fähigem Warenkorb. Die Übertragung des Warenkorbs erfolgt an eine Rücksprungadresse (eine sogenannte HOOK_URL) des ERP-Systems. Welche Informationen an den Kunden Übertragen werden, wird gemeinsam mit dem Kunden beim Set-Up definiert.

 

Was ist OCI? Alle Fachbegriffe rund um den OCI-Prozess

OCI

OCI (Open Catalog Interface) ist ein Standard zum Austausch von Katalogdaten zwischen ERP-Systemen und anderen Onlineshops (z.B. Steyr-Werner Online Shop). Der OCI-Standard wurde ursprünglich von SAP entwickelt mit dem Ziel, dass Kunden Zugriff auf Katalogdaten von Lieferanten über das Internet haben und der Bestellprozess vereinfacht wird.

RoundTrip

Der gesamte OCI Prozess wird als OCI Round Trip bezeichnet, da es sich um einen Kreislauf handelt. Der Kunde springt aus seinem System in den Steyr-Werner Online Shop, befüllt den Warenkorb und überträgt die Artikeldaten zurück ins eigene System.

XML

cXML (Commerce eXtensible Markup Language) ist eine Weiterentwicklung und Alternative zum OCI-Standard.

Weiterführende Infos (Besonderheiten, Akzeptanz, Investitionssicherheit) zu cXML gibt es auf einer speziellen Infoseite zu elektronischen Standards für den Austausch von Geschäftsdokumenten von GS1 Germany GmbH.

Beide Formate (OCI und cXML) sind Standards für die Kommunikation zwischen Online Shops von Lieferanten und eProcurement Systemen von Kunden. SAP bietet OCI-Schnittstellen an, aber auch andere ERP-Systeme bieten OCI Unterstützung an. cXML wird für die eProcurement-Plattform SAP Ariba verwendet.

PunchOut

Der Vorgang des Zugriffs vom ERP-Systems des Kunden auf den Onlineshop des Lieferanten (auch externer Produktkatalog, PunchOut-Katalog, OCI-Katalog genannt) wird mit dem Fachbegriff “PunchOut” bezeichnet.

OCI-Levels

Es gibt mittlerweile verschiedene OCI-Levels, die sich durch den Funktionsumfang unterscheiden.

HOOK_URL

HOOK_URL bezeichnet die URL mit dem die Artikeldaten aus dem Warenkorb des Online Shop des Lieferanten in das ERP-System des Kunden übertragen werden. Über diese Rücksprungadresse werden definierte Produktdaten an den Kunden zur Verarbeitung der Bestellung übergeben. Es gibt Standardfelder, die ein OCI-fähiger Warenkorb in Standard übertragen kann. Individuelle Anpassungen an die Anforderungen von Kunden sind selbstverständlich möglich.

 

 

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