Supply-Chain-Management

Definition

 

Supply-Chain-Management (SCM) ist das aktive Management von Supply Chain Aktivitäten, um den Kundennutzen zu maximieren und einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Es ist ein bewusste Bestreben der Unternehmen entlang der Lieferkette, diese so effektiv und effizient wie möglich zu entwickeln und zu betreiben. Die Aktivitäten in der Lieferkette umfassen alles von der Produktentwicklung über die Beschaffung, Produktion und Logistik bis hin zu den Informationssystemen, die zur Koordinierung dieser Aktivitäten erforderlich sind.

Das Konzept des Supply-Chain-Managements basiert auf zwei Kernideen:

  1. Jedes Produkt, das einen Konsumenten erreicht, stellt den kumulativen Aufwand mehrerer Organisationen dar. Diese Organisationen werden zusammen als Lieferkette bezeichnet.
  2. Lieferketten haben schon immer existiert, jedoch konzentrierten sich viele Unternehmen in der Vergangenheit nur auf das eigene Unternehmen. Nur wenige Unternehmen haben die gesamte Kette von Aktivitäten verstanden und verwaltet. Ein Mangel an Supply-Chain-Management führt zu einer ineffizienten Lieferkette.

Die Organisationen, aus denen sich die Lieferkette zusammensetzt, sind durch Flüsse physischer Güter und Informationen miteinander verbunden.


Physischer Güterfluss

Physischer Güterfluss umfasst die Transformation, Bewegung und Lagerung von Waren und Materialien. Sie sind das sichtbare Stück der Lieferkette. Genauso wichtig sind jedoch Informationsflüsse.

Informationsfluss

Der Informationsfluss ermöglicht es den verschiedenen Teilnehmern der Lieferkette, langfristig zu planen, zu koordinieren und den täglichen Waren- und Materialfluss entlang der Lieferkette zu steuern.

 

 

Der Unterschied zwischen Logistik und Supply Chain

 

Logistik ist ein Teil der Lieferkette. Die Logistik umfasst die Lagerung und den Transport von Gütern von einem Unternehmen zum Bestimmungsort, wobei der Schwerpunkt auf dem Transport liegt.
Die Lieferkette ist viel breiter definiert und umfasst unter anderem die Beschaffung, Herstellung, Verpackung, Vertrieb, Lagerbestand und Informationsfluss.

Im Supply-Chain-Management wird ein großes Augenmerk auf Arbeitsteilung gelegt. Unternehmen mit unterschiedlichem Fokus arbeiten zusammen und schaffen Effizienzen. Das erhöht die Anforderungen an die Logistik, die Abhängigkeit zwischen den Partnern und erfordert daher ein hohes Maß an Informationsfluss.

 

 

 

 

C-Teile Management in der Supply Chain

 

In 2016 kam die Produktion des VW-Passats zum Stillstand. Grund dafür waren fehlende Sitzbezüge, die von einem externen Lieferanten nicht geliefert wurden. Das ist ein perfektes Beispiel dafür, wie ein Artikel der Klasse C, mit relativ geringen Kosten, eine gesamte Produktion lahmlegen kann. Tagelang konnten tausende Mitarbeiter nicht arbeiten. Die Unterbrechung der fragilen Lieferkette führte zu großen Produktionsstillständen beim bereits in Schwierigkeiten geratenen Autohersteller. Erneut wurden die Risiken des eng synchronisierten Just-in-Time-Produktionskonzepts aufgezeigt.

Insolvenzen von Lieferanten, niedrige Lagerbrände und Naturkatastrophen können Produktionslinien lahmlegen, beispielsweise weil erforderlichen Teile plötzlich nicht mehr verfügbar sind. Auf der anderen Seite verursacht die Lagerung von überschüssigen Teilen, mit dem Ziel alle Eventualitäten abzudecken, große Kosten.

Für Hersteller ist es nicht einfach, sich vor Erdbeben oder unzuverlässigen Lieferanten zu schützen. Angesichts des globalen Wettbewerbs ist es jedoch wichtig, die richtigen Mengen zu finden, die die schwankende Nachfrage mit verfügbaren Lagerbeständen abdecken und gleichzeitig die Kosten unter Kontrolle halten.


Der Inventarzustand
Der Zustand Ihres Inventars ist ein Indiz dafür, ob Ihre Vorräte richtig dimensioniert sind. Sind die richtigen Mengen der richtigen Teile im Lager oder zumindest verfügbar? Welche Teile benötigen Sie am häufigsten und welche werden nie benötigt? Die Antworten auf diese Fragen finden sich in der Regel in der ABC- und XYZ-Analyse. Vergleichswerte, Benchmarks und branchenspezifische Zahlen können Auskunft darüber geben, ob sich ein Inventar in einem guten Zustand befindet.

 

 

Lösungen für C-Teile Management

 

C-Teile machen rund 20 Prozent der Beschaffungskosten innerhalb eines Unternehmens aus, aber erstaunliche 80 Prozent des Einkaufsvolumens. Trotz ihres geringen Werts ist ihre Beschaffung häufig zeitaufwendig und teuer.  
Automatisierte Befüllungssysteme können helfen die Kosten zu senken und die Verfügbarkeit zu erhöhen.

Inventar wird als A, B oder C klassifiziert. C Teile sind günstige Teile, die jedoch oft eine große Vielfalt besitzen. Hier zahlt es sich aus mithilfe von Daten, Prozessoptimierungen und Automatisierung die Gesamtkosten zu senken.

Während Artikel der A-Klasse relativ häufig gezählt werden, werden C-Teile oft nur einmal im Jahr gezählt. Sie werden normalerweise mit einer ähnlichen Häufigkeit wieder aufgefüllt, und selbst dann basiert dies eher auf einer groben Schätzung als auf einer genauen Bestimmung der tatsächlich benötigten Menge.

Verbrauchsgüter werden in der Regel in loser Schüttung gehandhabt und haben einen hohen Sicherheitsbestand. Mangelnde Kenntnis von Angebot und Nachfrage der einzelnen Artikel führt dazu, dass Artikel häufig überbestellt werden, um die Verfügbarkeit sicherzustellen. Lieferanten werden in regelmäßigen Zeitabständen kontaktiert, um Nachbestellungen vorzunehmen. Das Resultat ist häufig, das Kapital in überschüssigem Inventar gebunden wird und zu viel Lagerraum beansprucht wird.

Andererseits kann ein zu knapp bemessener Sicherheitsbestand die Produktion beeinträchtigen, wenn kritische Ersatzteile fehlen und nicht kurzfristig nachgeliefert werden können. Wenn ein Verbrauchsartikel nicht verfügbar ist, kann dies zu ungeplanten Produktionsausfällen führen, was wiederum zu versäumten Bestellfristen, Reputationsschäden und sogar zu Auswirkungen auf das potenzielle Wiederholungsgeschäft führen kann.  

Obwohl es sich bei diesen Verbrauchsmaterialien um Artikel mit geringerem Wert handelt, sollten sie jederzeit verfügbar sein, damit Produktivität und Effizienz nicht beeinträchtigt werden und die Mitarbeiter ihre Aufgaben erledigen können. Im Idealfall muss ein Unternehmen in der Lage sein, die Nutzung vorherzusagen. Automatisierte Abgabelösungen, die auf “smart” Behältern basieren, können ein Lösungsweg sein. Diese intelligenten Kanban / VMI-Systeme können Verbrauchsmaterialbestände verwalten, indem sie automatisierte Bestandswarnungen und Nachbestellungsbenachrichtigungen an Lieferanten senden. So können regelmäßige Zählfahrten, Sicherheitsbestände und Notfallbestellungen vermeiden werden. Des Weiteren können Lagerkosten gesenkt werden, während die Verfügbarkeit verbessert wird. Gleichzeitig werden die Prozesskosten reduziert.

Hinter diesen Nachschubsystemen befindet sich ein Software-System, das die “smarten” Behälter überwacht, um beispielsweise anhand des Gewichts der darin enthaltenen Komponenten festzustellen, wann Artikel wieder aufgefüllt werden müssen. Gleichzeitig verfolgt die Software Nutzungsmuster und -trends über ein Berichtssystem. Auf diese Weise können Beschaffungsteams feststellen, welche Artikel am häufigsten verwendet werden.  
Die Ermittlung des Bestands kann auch über RFID oder dem Scannen von Barcodes übermittelt werden, beispielsweise, wenn die Mindestbestandsgrenze überschritten wurde.

Bei Steyr-Werner gibt es verschiedene Lösungen, die die Nachlieferung vereinfachen: Kanban-Regale, Scanner-Lösungen, Ausgabeautomaten, Regal-Lösungen, RFID-Scanner,... Kombiniert mit individuellen Dienstleistungen und Services rund um die technische Produkte sorgen wir dafür, dass Kunden nachhaltig Prozesskosten sparen.

 

 

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